Fritz H. Gesing alias Frederik Berger

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Die heimliche Päpstin

Leseprobe - Nachwort



Roms Geschichte sowie die Geschichten, die sich mit seinen Prachtbauten, seinen Ruinen verbinden, sind eine unerschöpfliche Fundgrube ›realer‹, das heißt historisch verbürgter Romane. Dies betrifft den Palazzo Farnese wie die Engelsburg, es betrifft seine Glanzzeiten ebenso wie die Zeiten des Niedergangs:

 

Auf der einen Seite die Epoche der Cäsaren, auf der anderen die Jahrzehnte der Gotenkriege; hier die leuchtende Pracht von Renaissance und Barock, dort das von Kardinal Caesar Baronius bereits 1602 so genannte saeculum obscurum, das dunkle 10. Jahrhundert, das in die Kirchengeschichte als Epoche der Pornokratie, der Huren- oder Weiberherrschaft, eingegangen ist.
Dunkel erscheint uns dieses Jahrhundert in Rom und Italien aufgrund der dünnen Quellenlage, der anarchischen und grausamen Zustände, des Niedergangs kultureller Schöpfungen. Was man aus dieser Zeit weiß, ist zudem alles andere als ein Ruhmesblatt der Kirche: So lösten zwischen 896 und 904 acht Päpste einander ab, von denen ein nicht unerheblicher Teil ermordet wurde. Manche starben sogar durch die Hand ihrer Nachfolger. Besonders Sergius III., der vermutlich auch hinter dem Formosus-Prozeß stand, zeichnete sich durch eine mörderische Politik aus, wie man sie gewöhnlich nicht mit den Nachfolgern der Apostel verbindet. Was die Sexualmoral der kirchlichen Oberhäupter angeht, so läßt sie sich nur vergleichen mit der Moral der berüchtigten Renaissancepäpste wie Alexander VI. Borgia, wobei zugunsten des Spaniers zu sagen ist, daß er als echter ›Macho‹ die Hosen anbehielt, während Marozias Sohn und Enkel, die als Johannes XI. und XII. auf dem Stuhl Petri saßen, sich durch mutterhöriges und caligulahaftes Verhalten auszeichneten.
Betrachtet man die wenigen Zeugnisse der Zeit und die Geschichten, die sich um sie ranken, blickt man in einen veritablen ›Sündenpfuhl‹, wie frühere Zeiten wohl gesagt hätten. Man versteht, warum die katholische Kirche diesen Teil ihrer Historie schamhaft als dunkel bezeichnet und gewöhnlich mit ein paar bedauernden Federstrichen übergeht – wobei anzumerken ist, daß insbesondere ein kirchlicher Würdenträger, nämlich Bischof Liutprand von Cremona, zu dem Ruf der Pornokratie beigetragen hat. In seinen drei Büchern der Vergeltung, einer der Hauptquellen für die Geschichte Italiens im 10. Jahrhundert, werden Theodora und Marozia nur als Huren (meretrix, scortum) bezeichnet. Er geißelt die Tatsache, daß Papst Johannes X., dem Rom, Italien und die Kirche immerhin den Sieg über die Sarazenen am Garigliano verdankt, Theodoras Geliebter war und durch sie seine Stellung errang. Er schwingt auch die Moralkeule über die Tatsache, daß Papst Sergius III. der Vater von Marozias erstgeborenem illegitimen Sohn war, einem ›Bastard‹ also, der in jungen Jahren von ihr zum Papst gemacht wurde. Daß ihr Enkel, der Sohn Alberichs II., als Mensch und Papst ein vom Geist der Christentums wenig berührter sittenloser Kretin war und einen kaum zu unterbietenden Tiefpunkt des Papsttums darstellte, paßt ins düstere Bild.
Allerdings läßt sich selbst bei flüchtiger Vergeltungs-Lektüre feststellen, daß der Kleriker Liutprand ein frauenfeindlicher, selbstverliebter und zugleich rachsüchtiger Schwätzer war, dessen Urteile mit Vorsicht zu genießen sind. Wie man überhaupt, sobald man sich ein wenig intensiver mit den Jahren zwischen 880 und 960 in Italien beschäftigt, rasch begreift, daß die sokratische Skepsis gegenüber angeblich gesichertem Wissen die einzig angemessene Haltung ist.
Abgesehen von Spezialuntersuchungen, von denen sich einige mit dynastischen Fragen beschäftigen, gibt es im deutschen Sprachraum keine mir bekannte neuere Gesamtdarstellung der Epoche. Harald Zimmermanns von mir herangezogene Monographie Das dunkle Jahrhundert. Ein historisches Porträt ist 1971 erschienen, und eine Arbeit wie Otto Gerstenbergs Dissertation Die politische Entwicklung des römischen Adels im 10. und 11. Jahrhunderts stammt aus dem Jahre 1933. Erstaunlicherweise ist Ferdinand Gregorovius’ vielbändige Geschichte der Stadt Rom im Mittelalter, obwohl anderthalb Jahrhunderte alt, noch immer eine unübertroffen detailreiche und zugleich stilistisch glänzende Darstellung auch des dunklen Jahrhunderts. Sein im Urteil ausgewogenes Werk diente mir als Hauptquelle und Faktenlieferant meines Romans. Als unverzichtbares ergänzendes und vertiefendes Hilfsmittel muß darüber hinaus erneut das neunbändige Lexikon des Mittelalters genannt werden.
Es erübrigt sich zu betonen, daß das durch Ritterfilme und zahlreiche Romane verbreitete Bild des Mittelalters für die Jahre zwischen Karl dem Großen und der Jahrtausendwende kaum zutrifft: Burgenromantik, Turniere und Minnesang gab es noch nicht, von verwinkelten Fachwerkgassen und himmelstürmenden Gotteshäusern ganz zu schweigen, feudalistische Strukturen bildeten sich erst langsam heraus, die Menschen lebten in Mittel- und Westeuropa in Armut und Aberglauben, häufig auch in Anarchie und unaufhörlicher Bedrohung durch brutale Gewalt, Hunger und Krankheiten.
Zu gleicher Zeit finden wir im südöstlichen Europa, also im byzantinischen Reich, und im islamischen Orient Hochkulturen, von denen die Menschen im dreigeteilten Frankenreich nur träumen konnten. Byzanz und die arabische Welt bekämpften sich allerdings heftig, mit wechselnden Erfolgen, der islamische Machtbereich teilte sich in selbständige Kalifate und gedieh nicht nur aus innerer Kraft, sondern bereicherte sich durch anhaltende Piraterie und Ausplünderung der mittelmeerischen Küsten.
Italien wurde nach dem fränkischen Sieg über das Langobardenreich im Süden teils byzantinisch, teils arabisch beherrscht und zerfiel in seinen anderen Landesteilen in regionale Herzogtümer und Markgrafschaften ohne eine zentrale Macht, heimgesucht nicht nur von den Sarazenen, sondern auch von den Ungarn. Daß weder Herrschaft noch Verwaltung adäquat funktionieren konnten, technisches Wissen verfiel und kulturelle Schöpfungen, falls sie überhaupt entstanden, zerstört oder geraubt wurden, braucht nicht zu verwundern. Das gleiche gilt für Dokumente der Literatur und Verwaltung: Pergament brennt leicht, und es grenzt an ein Wunder, wenn sich manche schriftlichen Zeugnisse über die Jahrhunderte retten konnten. Hinzu kommt, daß im Mittelalter häufig Dokumente absichtlich vernichtet und zudem gefälscht wurden – auch und gerade von kirchlichen Kanzleien. Berühmtes und historisch weitreichendes Beispiel ist die sogenannte Konstantinische Schenkung, die immerhin die Grundlage legte für die Entstehung des Kirchenstaats und den Suprematsanspruch des Papstes.
Nicht ganz zufällig hat der Historiker Heribert Illig die Jahre zwischen dem siebten und dem zehnten Jahrhundert in seinem Buch Das erfundene Mittelalter als »die größte Zeitfälschung der Geschichte« bezeichnet. In seinen Augen hat es diese Zeit gar nicht gegeben, die wenigen verfügbaren Quellen und Zeugnisse seien Fälschungen. Nun mag man diese Hypothese, die sich durchaus auf gründliche Forschungen stützt, für abenteuerlich überzogen halten, bezeichnend für die ›Dunkelheit‹ des Säkulums ist sie auf jeden Fall.
Dieser kurze historische Abriß soll deutlich machen, daß mein Roman über den Aufstieg eines Adelsgeschlechts in Rom und seine weiblichen Heldinnen sich der schmalen Quellenbasis bewußt ist und sich dennoch um Authentizität bemüht. Diese Authentizität bezieht sich nicht allein auf die Figur der Marozia und ihre Eltern Theodora und Theophylactus, ihre Kinder und Ehemänner sowie auf die Päpste Sergius III., Johannes X. und den ›Bruder‹ Petrus, sondern auch auf den wirtschaftlichen Hintergrund und den Alltag der Menschen und natürlich auf überlieferte Ereignisse wie den Prozeß gegen den Leichnam von Papst Formosus, das Erdbeben und den Einsturz der Lateranbasilika, König Arnulfs Auftritt in Rom und den Kampf der Agiltrud von Spoleto, die zahlreichen Kurzzeitpäpste und die Vernichtung der Sarazenen am Garigliano. Die Herrschergeschichte mit ihren wechselnden Königen und Kaisern wurde nur insoweit angerissen, als sie für die Romanhandlung relevant war. Als eine Art Warlord-Epoche ist sie wenig durchschaubar und zeugt von der äußersten Brutalität der damaligen Zeit, die die Blendung des Gegners offensichtlich für ein probates Mittel hielt, ihn auszuschalten. Insofern ist auch das Gottesurteil zwischen König Hugo und seinem Halbbruder Lambert von Tuszien mit der nachfolgenden Blendung keine Erfindung einer überschießenden Autorphantasie, sondern grausames Faktum der Geschichte.

Was hat mich nun gereizt, die Erzählung vom Aufstieg und Fall der Marozia und ihrer Familie mit all ihren faszinierenden wie schockierenden Details aufzugreifen?
Die beiden Heldinnen der römischen Hurenherrschaft waren mir seit langem, nicht erst seit meinen Erkundungen in der Engelsburg bekannt; sie fehlen in keiner Sittengeschichte der römischen Kirche bzw. des Papsttums und werden meist nicht ohne süffisanten Unterton mit moralinsaurem Beigeschmack berichtet. Ohne Zweifel: Theodora und Marozia (bzw. das, was man von ihnen weiß und was man ihnen nachsagt) geben eine reizvolle und zugleich reißerische Vorlage ab für einen historischen Roman, und zwar nicht nur wegen der pikanten erotischen Zusammenhänge.
Das Unwahrscheinliche und nahezu Unglaubliche ihrer Existenz liefert einen klassischen Plot: Zwei Frauen steigen aus dem Nichts ins Rampenlicht der Geschichte, verhelfen ihrer Familie und sich selbst zur Macht und bestimmen über Jahrzehnte die Politik des Papsttums. Zu Fall werden sie nicht (allein) durch äußere Mächte gebracht, sondern durch ihre eigene Persönlichkeit und die Konflikte, die sich daraus ergeben. Mit ihrem Leben wird, um Goethe in leichter Abwandlung zu zitieren, nicht nur das Unzulängliche Ereignis, mit ihnen zieht uns auch das Ewig-Weibliche hinan, und zwar auf die Ebene narrativer Phantasie.

Anfangs machte ich einen Bogen um den reizvollen Stoff, weil ich ihn für zu reißerisch hielt, weil der Ruf von Theodora und Marozia zu negativ klang: Mörderische Huren als Protagonistinnen? Wo bleibt da die sympathische Heldin? Als ich mich dann aber genauer mit der Materie beschäftigte, wuchs die Skepsis gegenüber Liutprands lange nachwirkender Verleumdungskampagne, zumal heutzutage die Sexualmoral eines eifernden Geistlichen kaum noch als Maßstab eines ausgewogenen Urteils dienen kann. Das Medusenantlitz und Medeahaupt der beiden Römerinnen verwandelte sich in ein Bild der ewig-weiblichen femme fatale, der erotisch starken und politisch einflußreichen Frau, die schon immer für Erzähler wie für Leser ein sphinxhaftes Faszinosum darstellte – nach dem Motto: Geheimnis, dein Name ist Weib.

Die ›Begegnung‹ mit der byzantinischen Griechin Aglaia erhöhte dann entscheidend das Interesse an der Geschichte und seinen Figuren. Eine andere Welt kam ins Spiel, ein ganz anderes Schicksal und ein Charakter, der ebenfalls geheimnisvoll und faszinierend zugleich ist, gerade weil er ein Gegenbild zu der femme fatale darstellt.
Gereizt an dem Stoff haben mich darüber hinaus die Düsternis und das Durcheinander dieser Epoche. Man muß sich vorstellen, daß Rom im 9. und 10. Jahrhundert eine Schutthalde der Geschichte war, mit Ruinen und einzelnen Bauwerken aus großer Zeit, die als Steinbruch dienten oder in die sich die restlichen ca. dreißigtausend Einwohner eingenistet hatten. Das Oberhaupt der Stadt war zwar der Papst als Bischof von Rom, doch eine Verwaltung im engeren Sinn existierte nicht; faktisch herrschte Anarchie.
In mittleren und nördlichen Italien fehlte nach dem Niedergang der fränkischen Oberherrschaft ebenfalls eine zentrale Befehlsgewalt: Es wurden zwar Könige gewählt und Kaiser gekrönt, aber Machtausübung mußte gegen Widerstand durchgesetzt werden. Es kam zu Parteibildungen und kurzfristigen Allianzen, zu Aufständen und Verrat, zu Gegenkaisern und einem bunten Reigen von sich brutal befehdenden Fürsten. Männer wie Alberich stiegen aus dem sozialen Nichts auf und errangen schließlich sogar Markgrafenwürde.
In Rom schrie das Machtvakuum förmlich nach Personen und Familienclans, die geschickt genug waren und über Wille wie Mittel verfügten, die Herrschaft an sich zu reißen. Aus ihnen bildete sich (nach Mafia-Muster, vermute ich) eine neue Adelsoligarchie, die, auf ihren Grundbesitz im Umfeld der Stadt gestützt, für Jahrhunderte die Päpste stellte, die Pfründe der Kirche unter sich aufteilte und nicht zimperlich war, wenn es darum ging, eigene Vorteile zu erobern oder zu verteidigen.
Ein wichtiger Grund für die landesweite Anarchie lag in der bereits erwähnten Ausplünderung des Landes: Die Sarazenen machten brandschatzend die Küsten unsicher und beuteten das südliche Italien aus. Von Nordosten drangen die Ungarn ein und verwüsteten zuerst die Po-Ebene, später zogen sie bis nach Apulien.
Die Regionalgeschichte der Küstengebiete zeigt, daß durch die Sarazenenüberfälle weite Landstriche verödeten und menschenleer waren. Dies gilt zum Beispiel für das südliche Piemont, darüber hinaus für die Provence: Dort hatten sich die Sarazenen um Fraxinetum (Fréjus bei Saint Tropez und dem Massif des Maures) – wie am Garigliano – achtzig Jahre lang niedergelassen und das Land heimgesucht. Es ist immer wieder ein Rätsel, wie die Menschen damals (über-)leben konnten, wie sie wirtschafteten, wie sich nach Verwüstung neue Herrschaft bildete, wie so etwas wie ein Gemeinwesen entstehen konnte.
Bei meinen diesbezüglichen Recherchen hat mir die wirtschaftsgeschichtlich ausgerichtete Studie Das frühe Mittelalter von Jan Dhondt weitergeholfen. Hier fand ich auch Hinweise auf die Entwicklung, die man in Italien die Phase des incastellamento nennt: Aufgrund der dauernden Überfälle lösten sich die ungeschützten Flachlandsiedlungen und lose verstreuten Gehöfte und Domänen auf, die Bevölkerung, so sie überlebte, zog sich in befestigte Bergdörfer zurück. Die neu entstehende und sich häufig befehdende Herrenschicht benötigte zudem gesicherte Burgen und eine zunehmende Verteidigungsfähigkeit ihrer städtischen Wohnanlagen, die schließlich zu der Architektur der Geschlechtertürme führte, wie wir sie heute noch in San Gimignano und einigen anderen Orten Italiens vorfinden.
Wer von den pittoresken Dörfern, die wie Adlerhorste im unwegsamen Berggelände thronen, fasziniert ist, macht sich selten klar, daß sie nicht zuletzt die Folgen der arabischen und ungarischen Invasion und ihrer Politik von Raub, Mord und Versklavung sind.
In diesem Sinne weist mein Roman auch darauf hin, daß die gewaltbetonte Auseinandersetzung zwischen dem Islam und dem christlichen Abendland nicht mit den Kreuzzügen beginnt, wie man heute gelegentlich den Eindruck gewinnen könnte. Bekannt ist, daß die arabischen Eroberungen erst im Zentrum Frankreichs bei Tours und Poitiers aufgehalten werden konnten. Weniger bekannt ist, daß die mittelmeerische Welt über viele Jahrhunderte unter der Geißel sarazenischer Plünderungen litt und einen hohen Blutzoll zahlen mußte. Daß diesem Ausbluten und Veröden auch ein Kulturverlust folgte sowie eine Erosion von Moral und Menschlichkeit, ist leicht nachvollziehbar.
Vor diesem Hintergrund gewinnen die drei weiblichen Hautfiguren meines Romans eine symbolische Bedeutung für die Kraft, die in uns Menschen steckt. Insbesondere in dem Verhalten der Aglaia habe ich eine Stärke gefunden, die man heutzutage Resilienz nennt und der man sich in der Psychologie zunehmend widmet. Früher sprach man von Seelenstärke und Leidensfähigkeit. Im Zeitalter einer allgegenwärtigen Opferkultur und Therapiebedürftigkeit ist menschliche Resilienz, die trotz schwerer Kindheit und gnadenloser Schicksalsschläge zu psychischer Gesundheit und humaner Größe führt, zu Empathie und Liebesfähigkeit, eine erstaunliche und bewunderungswürdige Erscheinung, zugleich ein menschliches Rätsel – und immer wert, daß man von ihr realistisch und ambivalenzbewußt, ohne Beschönigung und Verklärung erzählt.


 
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